Von jedem eins - Einheit und Vielfalt zugleich

salzgitter-gruppe präsentiert Bilder und eine Plastik ihrer 22 Mitglieder: Werkschau zeigt Kontinuität und neue Entwicklungen

Von Stefanie Hiller

SALZGITTER-BAD. Die salzgitter-gruppe nutzte Ihren Ausstellungstermin in der Kleinen Galerie im Tillyhaus kurz vor den Sommerferien für eine Gruppenausstellung. Unter dem Titel "von jedem eins" präsentiert die Gemeinschaft eine Werkschau mit jeweils einem Exponat der 22 Mitglieder.

"So vielfältig wie das Leben in Salzgitter ist ihr künstlerisches Wirken", betonte Oberbürgermeister Helmut Knebel, der die Ausstellung eröffnete. Jedes Mitglied der salzgitter-gruppe sei in irgendeiner Weise mit Salzgitter verbunden, dadurch sei Einheit gegeben. Gleichzeitig zeichne sich die Gruppe aber durch Verschiedenartigkeit und Individualität im künstlerischen Schaffen aus.

Diese Zweiheit gilt auch für die Werkschau selbst. "Der eine zeigt ein Werk, das bereits vor Jahren entstand und eine gewisse Kontinuität im Schaffen zeigen soll, ein anderer nutzt die Gelegenheit, um eine neue Richtung anzudeuten", führte Helmut Lingstädt, Sprecher der salzgitter-gruppe, zur Werkschau aus. Die einzige Plastik der Ausstellung ist die "Kopfgeburt" aus Stahl von Bernd Schlender, der erst vor zwei Jahren zur Gruppe gestoßen ist. Die anderen Künstler zeigen Bilder und Fotografien. Um Verfallen und Verrotten geht es in dem Foto "Türschloss H.M." von Klaus Berner. Ebenfalls dem Morbiden widmet sich Heide Lühr-Hassels in Ihrer Mischtechnik "Erosion". Einen Kontrast dazu bilden die sanfte Farbstift/Kreide-Zeichnung "Begegnung" von Helmut Lingstädt und das in Gouache und Pastell getauchte Werk "In mildem Licht" von Hans-Jürgen Trams. Peter Kuhl zeigte "Alles, was du brauchst" - Geometrie in Acryl. Kräftige Acrylfarben wählten auch Roland Küblbeck für seine "Artisten", Bernhard Hollmig für sein mediterranes Bild und Gunther Fritz für sein "Stillleben in Rot".

Michael Ewen begegnet dem Betrachter mit einer flotten Sepia-Zeichnung, Helga Groll hat mit Grafit und Farbstift gearbeitet und "Altgefügtes neu vermessen". Kleine Formate zeigen Erika Grüttner's "Schattengang", Heinrich-Hugo Ibold mit seinem Exponat "Bildnerische Mitte" sowie Dan Groll mit einer markanten Zeichnung.

Ein Aquarell von Bruno Zwietasch, ein Holzschnitt von Wolfgang Spittler und ein Stillleben von Dieter Michaelsen rundeten gemeinsam mit den motivischen Werken mit den gemalten Werken von Horst Freymann und Susanne Hesch die gemalte Schau ab. Geniale Fotokunst und Drucktechnik ist von Heidrun Schumacher, Ursula Trams und Reinhard Wessolek zu sehen.

Begegnung und Kunst in der Kleinen Galerie. Am kommenden Altstadtfestwochenende ist die Ausstellung im Tillyhaus tagsüber durchgehend geöffnet.

Foto: Horst Körner

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