Ein Fels in Krisenzeiten
47. Jahresausstellung der Künstlervereinigung"Salzgitter-Gruppe"
Von Klaus Karich

Hat nach der Finanzkrise auch den Kunstmarkt eine Krise erfasst? Diese Frage stellte Margot Michaelis gestern bei der Vernissage der Künstlervereinigung "Salzgitter-Gruppe" im Atrium des Rathauses.
Die Kunstexpertin führt seit vielen Jahren die Besucher in die Arbeit der Künstler ein.
Man spreche derzeit vom Platzen der Spekulationsblase, die besonders die zeitgenössische Kunst betreffe, moderne Kunst sei zur börsennotierten Geldanlage geworden. "Dabei ist nicht nur ihr lukrativer Wert ins Beliebige gerutscht, sie verliert auch ihre inhaltliche Bedeutung", kritisierte Michaelis.
Deshalb freue sie sich, bei einer so krisenfesten Einrichtung wie der jährlichen Ausstellung der Salzgitter-Gruppe sprechen zu können. Hier finde der Betrachter in den verschiedensten künstlerischen Gattungen Kontinuität, solidarisches Miteinander und selbstbewusste Orientierung. Siebzehn Mitglieder und zwei Gäste stellen zusammen im Atrium 82 Exponate aus.
Es sind: Klaus Berner, Michael Ewen, Horst Freymann, Gunther Fritz, Dan Groll, Susanne Hesch, Bernhard Hollmig, Heinrich-Hugo Ibold, Roland Küblbeck, Peter Kuhl, Helmut Lingstädt, Heide Lühr-Hassels, Dieter Michaelsen, Bernd Schlender, Wolfgang Spittler, Hans-Jürgen Trams, Ursula Trams und als Gäste Peter Herzog und Monika Langrock.
Zu sehen ist ein buntes Kaleidoskop der Stile, Farben und Techniken, nicht nur Malerei, sondern auch Fotografie und Plastik. Margot Michaelis ging auf die Arbeits- und Ausdrucksweise aller Beteiligten ein, wofür ihr der Sprecher
der Gruppe, Helmut Lingstädt, dankte.
Der Vorsitzende des Ausschusses für Bildung und Kultur, Klaus Poetsch, überbrachte als Vertreter des Oberbürgermeisters die Grüße der Stadt. Dass die "Salzgitter-Gruppe" seit 45 Jahren im Atrium des Rathuses ihre Jahresausstellung veranstalte, zeige die Verbundenheit der Künstler mit der Stadt.
Jeder habe seine künstlerische Eigenständigkeit in der Gruppe erhalten, die geprägt sei von gegenseitigem Respekt und Anerkennung der Persönlichkeit, meinte Poetsch. Für Salzgitter sei die Künstlergemeinschaft ein Bestandteil ihres ureigensten kulturellen Lebens.
Die Ausstellung ist bis zum 14. Dezember zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen. (Anm.: Am letzten Tag, 14. Dez.
ist die Ausstellung von 11.00 bis 13.00 Uhr geöffnet.)

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